Könnte ich mein Leben noch einmal leben …

Könnte ich mein Leben noch einmal leben, würde ich mich völlig entspannen. Ich würde die Dinge weniger ernst nehmen. Und ich würde mehr wagen. Ich würde mehr Berge besteigen und mehr Flüsse überqueren. Ich würde im Frühling früher barfuß laufen und würde es bis in den Herbst hinein tun. Ich würde öfter tanzen gehen, öfter Karussell fahren und mehr Stiefmütterchen pflücken.

Nadine Stair

Anpassung 

​Es ist kein Anzeichen von seelischer Gesundheit sich an eine zutiefst gestörte Gesellschaft anpassen zu können.

Jiddu Krishnamurti

Besitz

Je weniger man besitzt, 
umso weniger wird man besessen. 
Je mehr man besitzt, 
umso mehr wird man besessen. 
Je mehr man besessen wird,
umso niedriger wird man bewertet. 
Je weniger man besessen wird, 
umso höher wird man bewertet.

Mikhail Naimy, Das Buch des Mirdad 

Danke

Wäre das Wort „Danke“ das einzige Gebet, das du je sprichst, so würde es genügen.

Meister Eckhart

Sinn des Lebens

​Der Mann kommt dem Sinn des menschlichen Lebens näher, der schattenspendende Bäume pflanzt, obwohl er genau weiß, daß er selbst nie darunter sitzen wird.

D. Elton Trueblood

Vergangenheit 

Die Vergangenheit ist unsere Wiege und nicht unser Gefängnis… Die Vergangenheit dient zur Inspiration, nicht zur Imitation. Sie soll fortgesetzt und nicht wiederholt werden.

Israel Zangwill

Schon wieder Käsebrote!

Nicht-Erleuchtete erkennen nicht, daß sie selbst die Ur-
sache all ihrer Sorgen sind.

In der Fabrik war Mittagspause, und ein Arbeiter öffnete trübselig sein Lunchpaket. „Ach nein“, sagte er laut, „schon wieder Käsebrote.“ So ging es zwei-, drei-, viermal hintereinander. Dann sagte ein Kollege, der das Gebrumme des Mannes gehört hatte: „Wenn du Käsebrote so sehr haßt, warum sagst du dann nicht deiner Frau, sie solle dir andere Schnitten machen?“

„Weil ich nicht verheiratet bin. Ich mache mir diese Brote selbst.“

Anthony de Mello, Warum der Schäfer jedes Wetter liebt

Zwei Wölfe

Ein alter Indianer erzählt seinem Enkel über den Kampf in seiner Seele. Er sagt, es ist der Kampf zwischen zwei Wölfen.

Ein böser Wolf, der ist eifersüchtig, traurig, gierig, arrogant, voll Selbstmitleid, voller Schuldgefühle, Groll und Minderwertigkeitskomplexen, Lügen, übermässigen Stolz und Überheblichkeit.

Der gute Wolf ist voller Freude, Frieden, Liebe, Hoffnung, Gelassenheit, Demut, Nächstenliebe, großzügig, wahrheitsliebend, mitleidig und hat Glauben.

Fragt der Enkel: und wer gewinnt den Kampf?

Der alte Indianer: Der den du fütterst.